Monatliche Archive: Januar 2020

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#JA – Zum Schutz vor Hass am 9. Februar

Am 9. Februar stimmen wir über die Erweiterung der Anti-Rassismusstrafnorm um die sexuelle Orientierung ab (Art. 261bis StGB und Art. 171c MStG). Es geht darum, dass lesbische, schwule und bisexuelle Menschen einen Schutz vor Hass, Hetze und Diskriminierung erhalten.

Wenn eine Person tätlich angegriffen oder persönlich beleidigt wird aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, kann sie sich heute tatsächlich bereits rechtlich wehren – doch dann ist es zu spät. Aufrufe zu Hass und Hetze, die schlussendlich zu diesen Angriffen und Beleidigungen führen, sind jedoch bis heute unverständlicherweise nicht strafbar. Strafbar soll gemäss der Abstimmungsvorlage der öffentliche Aufruf zu Hass (Hate speech) und Diskriminierung bzw. die systematische Herabsetzung und Verleumdung von lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen werden. Sobald also nicht gegen eine Einzelperson, sondern eine ganze Gruppe, wie «die Lesben», «die Schwulen» oder «die Bisexuellen» gehetzt wird, reichen die heutigen Gesetze nicht aus.

Der Schutz vor Hass ist ein Mittel, um die Gleichstellung von lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen mit der gesellschaftlichen Mehrheit zu erreichen. Die Meinungsfreiheit wird dabei nicht eingeschränkt. Kontroverse Debatten und kritische Meinungen sind weiterhin möglich. Hass ist aber keine Meinung! Wir – der Queer*Stammtisch – bitten euch ein «Ja» in die Urne zu legen. Die Soziale Arbeit muss Regenbogenfarbe bekennen und für die Gleichstellung aller Menschen kämpfen!

#GutZuWissen

Übrigens gibt es hier auf der Fachschaftswebsite unter der Rubrik «GutZuWissen» einen Punkt Diskriminierung, der euch Studierende im Falle einer Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung, Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter und Gesundheitszustand eine Hilfestellung bietet. Dies ist provisorisch, denn die Hochschulleitung ist in Zusammenarbeit mit der Fachschaft daran, die Hilfestellung im Falle einer Diskriminierung zu optimieren. Bis zum heutigen Tag ist dies noch ein zu hochschwelliger und zu wenig transparenter Prozess

Euer Queer*Stammtisch

No future? Blicke auf den Klimawandel

Spannende Einblicke und eine vertiefte und differenzierte Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema der nachhaltigen Entwicklung erwarten die Studierenden und die Referierenden.  Die Ringvorlesung widmet sich Themen der Gegenwart aus interdisziplinärer Sicht und wird von der APS, der HSA und der HSW zusammen organisiert. Im Frühlingssemester 2020 lautet das Thema «No future? Blicke auf den Klimawandel». Referierende werden aus unterschiedlichsten Perspektiven ihre Sicht auf das Thema einbringen. Hier eine Auswahl der Veranstaltungen:

  • Thomas Frölicher, Prof. Dr., Climate and Environmental Physics & Oeschger Centre for Climate Change Research, Universität Bern: Klimawandel: Die Fakten
  • Karin Ingold, Prof. Dr. , lnstitute of Political Science & Oeschger Centre for Climate Change Research, Chair of Policy Analysis and Environmental Governance, Universität Bern: lst eine langfristige Klimapolitik überhaupt möglich?
  • Lukas Golder, Co-Leiter gfs.bern und Aline Temperli, Mitglied des OK Klimastreik Olten: Politisch bewegte Jugend: Trends, Technik, #FridaysForFuture, Klimawahl.
  • Regula Keller, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Ökobilanzierung, ZHAW: lch und der Klimawandel – Wo sind meine Hebel? Tipps aus Ökobilanzsicht
  • lsabel Jaisli, Leiterin Forschungsgruppe Geography of Food, lnstitut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, ZHAW: Ernährung im Klima(Wandel)

Meldet euch noch in der Ummeldefrist an!